Was können Anleger von Pokerspielern lernen?

Auch wenn es schon etwas her ist, bei der lang erwartete 23. „TV Total Pokerstars.de Nacht“ ging es weltmeisterlich zu. Von Vielen herbei gesehnt, war die Teilnahme des ersten deutschen WSOP Main Event Gewinners, dem 22-jährigen Poker-Pro Pius Heinz. Der Gewinner von 8,7 Mio USD und innoffizielle Poker Weltmeister gewann souverän die letzte Pokerstars.de Nacht des Jahres 2011 und konnte die Siegprämie von 50.000 EUR kassieren! Was hat Pokern eigentlich mit Behavioral Finance zu tun? Und, wieso sollen Anleger weiterlesen?

Der Clou am 20.Dezember 2011 aus Sicht eines Poker Mindset Coach ist, dass die spielentscheidenden Prinzipien einem breiten Publikum näher gebracht werden können.

Poker- wie Investitionserfolg hängt von unterschiedlichen Kriterien ab:

 

♦ (Poker)-Fähigkeiten

♣ Glück und

♥ mentaler Stärke.

 

Und: Es stellt sich die Frage: Wie spielt ein Profi mit Amateuren?

 

Warum diskutiert einen Mindset Coach, wie ich, Christoph Wahlen,  ein Sendeformat mit oftmals nur mittelklassigem Spielniveau? Gilt es doch darum Spitzenleistungen wieder abrufbar zu machen!

Ganz Einfach: Weil Sie als Leser in Ruhe auf Ihrem Stuhl sitzen können und sich entspannt zurücklehnen können, wenn dieses Spiel beweist, dass Menschen nicht nach den Regeln des homo oeconomicus entscheiden, also so wie es die traditionelle Finanztheorie modellhaft von ihm erwartet. Und schliesslich ist es ja nicht ihr Geld, das die Kandidaten unötigerweise verlieren. Und sie können sich ruhig und überlegt ihre eigenen Gedanken machen, wie Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil anwenden.

Noch nicht einmal in einer speziellem, übersichtlichem Setting halten Spieler klare Entscheidungsregeln ein, d.h. stets und unter allen Umständen die richtige Entscheidung zu treffen. Was meinen Sie? Wie gut die Regeln eingehalten werden in einem zeitlich auseinandergezogenen, unübersichtlicherem Situation mit unterschiedlicher Interessenlage? Geht Ihnen ein Licht auf?

Das Spiel des Pokerstars.de-Qualifikant zeigte, dass andere Regeln gelten. Nicht „knallharte“, rationale Entscheidungs-/ und Investitionsregeln, die den Qualifikanten schliesslich zur Nr.1 aller Freeroler gemacht hatten, zählen bei der jeweiligen Aktionen, sondern menschliche Bedürfnisse, wie z.B. der Wunsch Aktion zu erleben oder im Mittelpunkt zu stehen. Genauso domieren die Faktoren Angst, Ungeduld, im Vergangenen zu verharren, keine Fehler zu machen.

Der Online Qualifikant Hauke meinte er müsst etwas mehr Aktion am Tisch sein, und machte damit  sein eigentlich gutes Spiel zunichte und flog als Erster raus. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht sympathisch ist: Mit professionellem Pokerspiel hat das nichts zu tun!  Und es zeigt, dass eine andere Fähigkeit nötig ist, wenn Online-Spieler auf einmal im Casiono oder in Cash Games erfolgreich spielen wollen: Es gilt die Emotionen in den Griff zu bekommen.

So talentiert Raab musikalisch, sportlich, als Geschäftsmann und PRO7-Quotenbringer ist, so talenfrei zeigte sich Deutschlands Showlegende pokertechnisch wieder einmal. Grottenschlechtes Spiel, indem er bei den falschen Karten zu oft mitging und zweimal ein Kicker Päarchen foldete. Das wäre aber nicht das schlimmste! Wenn Pokern ein Spiel des Täuschen ist, so zeigt sich, dass Raab dies gerade nicht kann. Er ist lesbar wie ein Buch.

In den Fällen, in denen er ein starkes Blatt hat, schaffte er es nicht Mitspieler dazu zu bringen, den Pott zu erhöhen. Und, er missachtet die goldene Regeln. „Gib den Anderen eine Chance Fehler zu machen!“. Darüber hinaus wird er ängstlich, wenn es darauf ankommt. Gerade das ängstliche Verhalten bei call oder raise-Entzscheidungen, macht ihn les- und damit berechenbar für die Anderen! Die Regeln des “normalen” Business, mit denen Raab so erfolgreich im “normalen” Leben agiert, scheinen hier nicht zu greifen.

Genauso geht es vielen Menschen bei Ihren Anlageentscheidungen.

Dochzurück zum Spiel: Provokation, als eigentlich gutes Mittel, den Anderen „aus der Bahn zu werfen“, feuerten zurück bei Raabs „Weichflöte“ Angriff. Man sollte also immer nur das einsetzen was man auch beherrscht.

Es zeigt zeigt sich immer wieder, dass es gilt an sich zu arbeiten, seine Selbst-Wahrnehmung zu schärfen, um seine Fähigkeiten und seine PS auf die Strasse bringen zu können.

Schließlich ist Poker auch ein venetztes Spiel: macht ein Spieler am Anfang durch zu riskantes Spiel (risiko-freudiger Spieler-Typ), zu viele Fehler und verliert dadurch zu viel Geld, ist er irgendwann aufgrund der Logik des Spiels”gezwungen” alles-oder-nichts zu spielen und engt seinen Verhaltensspielraum damit ein. Somit sinken (Wahrscheinlichkeitstheoretisch) seine Gewinnchancen, wie im Falle des Online-Qualifikanten, der grundsätzlich bestimmt nicht unterdurchschnittlich schlecht spielt. Schliesslich hat er sich gegen tausende andere Online-Pokerspieler durchgesetzt.

Pius Heinz spielte — für meinen Eindruck — ungewöhnlich passiv am Anfang, zeigte aber, dass, wenn es drauf ankommt, er die stärkeren Nerven hatte. Er zeigte mit seinen „All-Ins“ zum Schluss bei den teueren Blinds wie man ängstliche Hände aus dem Spiel wirft.

Überraschend geradlinig agierte Jürgen von der Lippe, der gute Start-Karten schön aggressiv spielte, aber eben auch lesbar ist. Gegen schwächere Gegner als Heinz und gegen Gegner mit weniger Glück als Elton (der öfters eine Strasse oder einen Flush trifft, als er fliegen kann), hätte seine Spielweise wahrscheinlich zu einem besseren Ergebnis geführt.

Bei gegebenem “Glück” und  gegebenen”Fähigkeiten” spielt die Rolle der mentalen Power und damit der Abeit mit einem Mindset Coach die spielentscheidende Rolle. Wer erfolgreicher (Poker oder Investor) PRO werden will und zukünftig spielentscheidende Fehler bei allen buy in-Höhen vermeiden will, sollte sich zunächst einmal die Ursachen für seine immer wiederkehrenden Fehlentscheidungen bewusst werden und an ihnen arbeiten.

Seminare zu diesem Thema und deren Lösung finden Sie hier?

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Ein guter Start

Willkommen!

Wie Sie Angst, Gier, Panik, sowie Bequemlichkeiten und Gewohnheiten widerstehen …

und damit ihr Vermögen schützen …

soll das Zentrum für Behavioral Finance Forschung (ZfBFF), dass sich 2012 frisch gegründet hat, erläutern!

Worum geht es? Individuen, die im Thema Behavioral Finance nicht geschult sind, zeigen irrationales Verhalten, wenn es um Entscheidungen geht, die ihr Geld betreffen! Emotionen und menschliche Daumenregeln, auch Heuristiken genannt, waren im Laufe der Evolution nützlich. Sie führen aber in der heutigen Informationsgesellschaft nicht zu optimalen Ergebnissen. Intelligente Wesen könnten sich jetzt mindestens zwei berechtigte Fragen stellen:

I) “Wozu brauche ich diese Erkenntnisse?” Und:

II) “Kann man da was machen?”

 

Zu I)

Erkenntnisse der Behavioral Finance — zu deutsch: der Verhaltensökonomie — helfen Ihnen bei Entscheidungen, die Ihr Geld betreffen: Es geht um Ihre Geldanlage, Ihre Entscheidungen beim Kauf von Produkten des täglichen Lebens, letztendlich auch um Ihre Rente und Ihre Altersversorgung. Generell fokussieren wir uns auf Themen, die über Ihre finanzielle Zukunft entscheiden. Die Anwendungen sind sehr weitläufig und betreffen nicht nur die Entscheidung was sie vielleicht mit Ihren alten Telekom Aktien machen, ob sie “riestern” sollen, oder besser nicht, oder ob sie dem kompetenten, stets korrekten “Bankbeamten” oder scheinbar unabhängigen Anlageberater, vollständig die Entscheidungen über Ihre Altersvorsorge überlassen sollten, oder lieber nach intelligenten Alternativen ausschauen sollten.

Zu II)

Ja, man kann. Doch das verlangt ihren persönlichen Einsatz. Wenn Sie eher zu dem Kreis derer gehören, die es lieber bequem haben wollen und möchten, das ein Anderer ihre Herausforderung löst, werden sie auf diesen Seiten nicht glücklich. Genauso werden sie nicht weiterkommen, wenn sie nur Erkenntnisse ansammeln, diese dann aber nicht umsetzen. Schliesslich wird auch der nicht fündig, der Hosenträger und Gürtel gleichzeitig trägt und absolute Sicherheit sucht. Die gute Nachricht ist: Sie können es trainieren Ihren Impulsen, deren Ursprung Emotionen wie Gier, Angst und Panik sind, aber auch Bequemlichkeit und Gewohnheiten zu widerstehen. Das hört sich nicht so sexy an wie “mit Sicherheit zum Erfolg”. Aber, Sie haben die Wahl den richtigen Weg zu gehen.

Ziel ist es die Entscheidungsqualität zu Ihrem Vorteil zu verbessern. Den großen Verführern zu widerstehen!

Schauen Sie sich einmal bei den jeweiligen Kooperationspartner um, vielleicht lassen Sie sich ja in dem ein oder anderen Impuls geben!

Es grüßt Sie herzlichst

 

Christoph Wahlen
Vorstandssprecher des ZfBFF

 

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